Das Buch · erscheint im Herbst 2026
Vom Überleben im digitalen Dauerbetrieb
Ein humorvolles Buch für alle, die analog groß geworden sind und heute viele Lebensbereiche gleichzeitig bedienen.
Über volle Köpfe, Familienkalender, digitale Dauerschleifen und den Versuch, bei all dem nicht den eigenen Humor zu verlieren.
Das Buchprojekt
Eine Liebeserklärung an eine analog geprägte Generation. Mit leicht erhöhtem Puls.
Alltag, der sich echt anfühlt.
Humor ohne Klamauk.
Haltung statt Ratgeberton.
Das Leben läuft. Der Kopf auch.
Ein kollektiver innerer Monolog
Mit selbstironischem Humor erzählt KOPFKNOTEN von absurden Alltagssituationen, persönlicher Überlastung und den Widersprüchen unserer Zeit.
KOPFKNOTEN
Ein kleiner Blick ins Buch
Auszug aus Kapitel 1:
Mit dieser ständigen Erreichbarkeit ist auch die Menge dessen gewachsen, was täglich bei uns ankommt. In unserer heutigen Verfügbarkeitskultur sind Essen, Wissen, Unterhaltung, Produkte und Lebensentwürfe jederzeit abrufbar. Und das Internet zeigt einem gleich dazu, was man außerdem noch aus sich machen könnte.
Morgens könnte ich Minimalistin werden, mittags digitale Nomadin und am Nachmittag mit einem Etsy-Shop finanzielle Freiheit erreichen. Jeder soll einzigartig sein, aber bitte so, dass es trotzdem ins System passt. Manchmal laufen also zwei Versionen gleichzeitig: Das, was gerade tatsächlich los ist, und das, was nach außen halbwegs geordnet aussieht. Wir sitzen völlig erledigt vom Tag im Badezimmer und posten eine Stunde später: „Real talk. Choose yourself.“
Müde sein allein ist inzwischen zu ungenau. Heute musst du schon erschöpft sein mit Konzept. „Andrea meldet leichte emotionale Engpässe im Nervenmanagement.“ Und die Reaktion aus dem Netz: „Ja gut, aber hat sie schon mal Ashwagandha probiert?“
Nach einer analogen Kindheit haben wir jetzt einen digitalen Vollzeitvertrag erhalten.
In unserem Kopf läuft die Erinnerung an früher neben einer Gegenwart, die sich täglich aktualisiert. Stellt man die heutigen Anforderungen gegenüber, wird einem klar, wie widersprüchlich sich das alles anhört:
Du sollst deinen Körper akzeptieren, wie er ist. Aber optimieren geht immer!
Lebe im Hier und Jetzt, lass los! Deine Rente wird aber nicht reichen, also sorge fürs Alter vor.
Vollständig informiert zu sein, ist das Wichtigste. Aber bleib entspannt dabei und vermeide Doomscrolling.
Und dann der Klimawandel. Kriege überall. Nicht zu vergessen die lange Teigführung beim Sauerteigbrot. Und nebenbei sollen wir emotional stabile Kinder großziehen, während wir selbst beim fünften Krisen-Post des Tages versuchen, nicht den Verstand zu verlieren.
Da fragen wir uns, warum wir plötzlich so nervös beim Geräusch von WhatsApp sind. „Kann man von zu vielen Push-Nachrichten aggressiv werden?“ Kurze Antwort: „Ja.“
Trotzdem funktionieren wir. Wir antworten, arbeiten, kaufen ein, schicken PDFs, machen Termine, gratulieren mit GIFs und telefonieren auf dem Weg zum nächsten Termin. Wir laufen einfach mit.
Dennoch schleicht sich langsam, aber sicher ein leiser Unterton in dieses Normal, der fragt: „What the fuck eigentlich. Wann genau ist das unser Alltag geworden?“
Kein Ratgeber. Der Zustand statt der Lösung.
Kein Ratgeber.
Keine weitere Methode zur Selbstoptimierung.
KOPFKNOTEN beschreibt nicht die Lösung. Es beschreibt den Zustand.
Wiedererkennung
Kommt dir bekannt vor?
Dann bist Du hier richtig!
- Passwort abgelaufenNeues Passwort bitte. Nicht das alte.
- FamilienkalenderSynchronisiert. Farblich sortiert.
- Kurze Info47 ungelesene Nachrichten
- RückruflisteStand: gestern.
- Akku 1 %Ladekabel: unauffindbar.
- Termin verschiebenZum dritten Mal.
- Datenschutz akzeptierenAlle akzeptieren. Alle akzeptieren.
- Mental LoadProzess lässt sich nicht beenden.
- ErreichbarkeitAuf sieben Kanälen.
- WechseljahreOhne Release Notes.
- StreamingNoch eine Folge. Ja.
- SelbstoptimierungErgebnis: unklar.











